Handlungsorientierte KreativitätsTechniken  - KT
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neu durchgesehen 27.08.2018 - Angebote bleiben noch aktuell

 

Hier stellt der Autor vor,

was er über das KT-Buch hinaus für die Verbreitung von KT tun will/könnte.


I.) Trotz der Ergebnisse der Studie (bescheidener: der "Argumentation" , s. hier auf diese Seite unter A1c oder bei New/Anwenderberichte-Punkt B 2 ) hält er am Angebot fest, in Ausnahmen vor Interessentenkreisen zur Thematik aufzutreten  -> siehe unter A1a.

II.) Weiterhin sucht er noch Mitstreiter, die mit ihm oder bei seiner Betreuung (Studenten) oder in anderer Form eine "Apps zu KT für Jugendliche" entwickeln.

III.) Und als 3. stellt er mit Aussagen einiger KT-Experten zu seiner Studie/Argumentation Schlussfolgerungen zur Integration der KT in das deutsche Bildungssystem und diese Studie/Argumentation selbst zum Nachvollziehen der Schlußfolgerungen komplett hier dar.


 

 

Bei diesem mir sehr  zusagenden Bild von  KPH, geht es mir wie bei  dem Inhalt dieser Seite

 

einerseits herrliche       Sonne und brandendes Meer - andererseits  gefährliche Brandung und Ende des Tages -

wenn ....

ich meine optimistische  Angebote zu A und die  realistischen Aussagen  bei News B2 betrachte! 

 


 

Angebote des Autors

 

A) zum Auftreten vor eingeschränken Nutzerkreisen zu Kreativitätstechniken (KT) und

 

B) zur gemeinsamen Entwicklung  bzw. Praktikumsbetreuung von "Apps zu Kreas für Jugendliche"

 

Kontaktezu a und b jeweils über u. g. Emailadresse bitte beim Autor

 

C) Studie/Argumentation samt Auswertung und Schlussfolgerungen zu

Jugendliche & Kreativitätstechniken oder „Wie kommen Jungendliche zu Kreativitätstechniken (KT)?“

- Näheres zu diesem Versuch siehe unter A1c.

 

Akutell wagt ein Kollege einen neuen Anlauf - gut vorbereitet - an einem Gymnasium (s. bei New's)

 

Zu A)

1. Buchvorstellungen und Einführungen in die KT:

Für Erfinderclubs, Vereine und andere regelmäßig tagende Organisationen  oder Einrichtungen eine Einführung in die"Handlungsorientierte Kreativitätstechnik" von ca. 1/2 h plus Diskussion.

Der Autor tritt in der Regel honorarfrei dabei auf. Bei Anreise > 100 km (von Dresden) bitte Reisekostenübernahme

     

a. Thema:

      Handlungsorientierte Kreativitätstechniken“ oder  einfach nur 

     "Kreativitätstechniken"

     

    mit gut verständlichen Beispielen zu den Unterthemen

    o  Kreativität:   fragen – in Frage stellen – hinterfragen

    o  Wie wirken Kreativitätstechniken?

    o  Aufgaben-/Problemstellungen werden meist mit Mängel formuliert!

    o  Kreas und Anwenderstufen von Kreativitätstech­niken

    o  Wie an Jungendliche herankommen mit dieser Thematik?

         

     danach

     o Diskussion, Fragen und FAQ

 

b. Wahlweise auch eine kurze leichtvertsändliche Einführung  45 min zu

"Kreatvität und Widerspruchlösungen"

Warum Widersprüche für Kreativität gut sind und was jeder dazu wissen müßte!

 

c. Bei konkrten Bedarf auch ähnliche Themen zu Kreativität im gleichen Umfang nach Absprache oder "Lesungen"/Besprechungen nach dem KT-Buch.

 2. Für junge Menschen eine Wissensvermittlung:

      Auf Basis der Kreas wird für Junge eine kurze Vermittlung von Kreativitätstech-

      niken (entspricht Stufe 1 der Anwendung) angeboten.

      Damit ist eine gewisse eigenständige Anwendung der "Kreas" als einfachste, aber

      wirksame Form von  Kreativitätstechniken möglich.

 

      Dafür werden minimal ca. 1,5 h benötig plus Diskussion 30 '.

 

      Der Autor tritt in der Regel honorarfrei dabei auf. Bei Anreise > 100 km

      (von Dresden) bitte Reisekostenübernahme.

   Thema: 

  "Kreativitätstechniken für junge Menschen:  Kreas - das Bonsai-System der Kreativitäts-techniken  -   ohne lange Vorbereitung anwendbar und  umfassend wirksam"   

   - Kurzbezeichnung "Kreas" -

 

     untergliedert in

     1. Warum KT?

     2. Wie Kreas nutzen (Übersicht) - siehe nachfolgendes Bild

     3. Beispiele für KT in der Art der Kreas (s. Bild)

        o aus der Gruppe 1 "Zielfocusieren/ Qualität der Aufgabenstellung"

        o aus der Gruppe 2 "Gesichtsfeld erweitern"

        o aus der Gruppe 3 "spezifische Kreativität erhöhen"

        o aus der Gruppe 4 ",Weg'-Optimierung einer Kreativität fördernden

                                            Arbeitsweise"

      4. Was ist zur eigenen Nutzung zu tun?

      5. Fragen (FAQ; Anfragen) = Diskussion

 

 Bild: Kreas - Bonsai-System der Kreativitätstechniken* (nach Stanke: "Handlungsorientierte Kreativitätsetechniken)    

 
 "
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 zu B): 

Praktikumsbetreuung von Apps zu Kreas  für Jugendliche durch den Autor oder

Angebot zur gemeinsamen Entwicklung für andere Interessierte

Wie wäre eine eigene Apps als Praktikumsaufgabe/Ausbildungs-/Weiterbildungsaufgabe zu entwickeln? Solo oder als Mini-Team zu zweit? Es gibt die Idee und den Inhalt der Bildungs-App und losgeht’s komplett eigenständig bis einschließlich der Vermarktung! Der Admin würde die Aufgabenstellung  und die Betreuung in Absprache mit der Einrichtung übernehmen.

Aber auch in anderer Form der Kooperation mit anderen Anbietern könnte so etwas entstehen. Dabei arbeitet z.B. der Admin honorarfrei und  der andere Partner reaisiert mit, trägt die Kosten und die Vermarktung einschl. Werbungeffekte. 

Die Apps soll für Jugendliche einen genügend verständlichen Zugang zu Kreatvitätstechniken (KT) der einfachsten Anwendungstufe - den so genannten „Kreas“[1] – schaffen, die kaum ge­sonderte Anleitungshandlungen wie Seminare, Lehrgänge, Vorlesungen u. ä. zur ihrer Anwen­dung bedürfen. Damit bieten sie sich für diese Art der Vermittlung der KT besonders an für eine anwendungsfähige eigenständige Umsetzung in eine jugendgemäße App.

 

Die Apps soll sich auf die für die Anfangsschritte aller kreativen Aufgabenstellungen nutzbaren „Analyse-Kreas“ (zum „Ziel focusieren“) konzentrieren. Eine ausreichende fachliche Vermittlung des Inhalts erfolgt individuell (samt Bereitstellen der dazu geeigneten u. g. Literaturquelle).

Nach Kenntnis des Inhaltskonzept sind alle Schritte bis zur Vermarkung einschließlich der Rea­lisierung evtl. geplanter Erlöse (Vergütungsform!) mit ordnungsgemäßen Regelungen selbst­ständig zutreffen und auszuführen. Bei der Überführung in die Nutzung soll auf eine möglichst große Breitenwirkung im deutschsprachigen Raum geachtet werden.

 

Interesse? Dann bitte Konkat kreastanke@gmx.de bzw. 035952 32701

  

)1 :"Kreas" sind kurze, einfache KT (den allgemein bekannten Sprichwörtern vergleichbar), die aber speziell kreatives Verhalten fördern.

 

Möglicher Inhalt der Apps als Vorschlag:

 

 Der Autor will sich an dem unter New's (Okt. 2017) benannten Versuch beratend beteiligten.

 


zu C)

Versuch,

sich einen Stand zu erarbeiten, was zu tun möglich erscheint, um Jugendliche einen strukturierten Zugang zu KT frühzeitig zu ermöglichen.

 

Jugendliche & Kreativitätstechniken oder „Wie kommen Jungendliche zu Kreativitätstechniken (KT)?“

 

 Dazu wurde die nachfolgende  ► Argumentation als Mini-Studie vom Buch-Autor erarbeitet, nach dem er mit mehreren ad hoc Versuchen, in die deutsche Bildungslandschaft einzudringen – schreiben wir höflich –  nur partiellen Erfolg hatte und ihm deutlich wurde, von einem breiten unterstützenden Aufgreifen seiner Aktivitäten kann dort keine Rede sein.

 Diese Selbst-Argumentation wurde einem begrenzten Kreis einschlägiger (<20) Experten – von denen Aufgeschlossenheit erwartet werden konnte – mit der Bitte um Stellungs­nahme übergeben.

 

 Mit einer hohen Rücklaufquote kamen die ► Schlussfolgerungen zustande, die leider keine optimistische Aussage bezüglich der Mög lichkeiten des deutschen Bildungssystems dafür ergaben. Zwar waren die sehr durchdachten Antworten fundiert, aber auch sie signalisierten offensichtlich bei allen ein gleiches Grundunbehagen über die Situation.

 

Unabhängig von den Schlussfolgerungen, bleibt

1. die erkannte Notwendigkeit der frühzeitigen Förderung zur Kreativitätsproble-matik

beginnend mit geeigneten Mittel schon im Kindergarten (so ein Vorschlag: mit der allgemeinverständliche Black-Box) und fortgesetzt im weiteren Bildungsverlauf bis zum Training in der Hochschulbildung.

Dafür fordernd aufzutreten ist notwendig!

Die Umsetzung kann zu gleich etwas gegen die zunehmende Lernmüdigkeit tun. Die Weiterbildung allein ist zu elitär und zu wenig breitenwirksam für die Herausforderungen, die vor Deutschland stehen.

Alle Interessierten können helfen, diese Forderungen zu verbreiten.

2. Für eine breitere Unterstützung sollte diese einfache Argumentation durch eine etwas vertiefte Studie staatlich unterstützt überarbeitet werden und die Schlussfolgerung dort entsprechend ausgewertet und zu Resultaten geführt werden.

 


c

 

Nachfolgend wird

    ► die o. g. Argumentation/Studie" hier komplett wiedergegeben

Die gezogenen Schlussfolgerung und ausgewählte Antworten  werden auf Seite News beim Komplex B 2 vorgestellt. Dort ist der Bezug zur Aktualität besser aufgehoben!

 


Studie“ oder bescheidener „Argumentation“:

'Jugendliche & Kreativitätstechniken' oder „Wie kommen Jugendliche zu Kreativitätstechniken?“

 

Bevor eine Aussage zur Überschrift versucht wird, soll erst die Frage geprüft werden:

0. „Brauchen sie überhaupt Kreativitätstechniken (KT)?“

Junge sind doch an sich Dank des von Ihnen bevorzugten „Trail und error“ durchaus recht kreativ und gehen oft völlig neue Wege, auch mit Erfolg - sogar auf dem bei vielen von ihnen nicht so beliebten naturwissenschaftlich-technischen Gebieten. So gibt es jedes Jahr Preisträger bei „Jungend forscht“ und in internationalen Olympiaden.

Also soweit so gut, aber ein immer größerer Anteil der nachwachsenden Generationen will und soll studieren, nicht nur die schon als „Genie“ vorgeprägten. In den intelligenzintensiven Branchen liegt die Zukunft Deutschlands, denn die meisten anderen Branchen sind – außer Dienstleistungen – schon zu großen Teilen verlagert.

Ein zunehmender Anteil von Jobs in diesen Zukunftsbranchen erfordert sicher mehr Innovationen, diese benötigen folglich als Voraussetzung (immer) mehr Kreativität und die wächst aller Wahrscheinlichkeit in diesem/r höheren Maße und Masse nicht von alleine heran und nur Trail and error reicht wohl doch nicht aus. Da könnten und müssen wohl auch KT – als wirksamste Möglichkeit der Lehrbarkeit und Förderung der Kreativitätsnutzung angesehen – helfen beim Lösen der Probleme für Innovationen. Damit hieße die Antwort vorerst: ja!

1. Aber warum Jugendliche?

Die haben doch noch gar keine Probleme zu lösen! Solange sie in der langwierigen Ausbildung sind, bekommen sie ja fast nur Aufgaben oder Pseudo-Probleme gestellt, deren Lösungsweg oder Lösungen bekannt sind. Also keine Probleme, für die im Unterschied zu Aufgaben der Lösungsweg nicht hinreichend bekannt ist und für die evtl. KT helfen könnten. Die Alternative‚ tatsächliche Probleme zur Lösung zu stellen’ können die Ausbildungssys­teme i. d. R. nicht leisten – aus Kapazitäts- und auch inhaltlichen Gründen.

Als Muster wie’s gehen könnte, müssen die Möglichkeiten z. B. des „Jugend forscht“ reichen. Sie erfassen aber nur einen sehr kleinen (elitären) Teil der Jugendlichen. Damit bleibt für den Rest der Verweis auf „später“! --> Dann gibt’s nur die Weiterbildung, denn in fast keiner Disziplin wird zu KT ausgebildet, wenn hier einschränkend von den künstlerischen Richtungen abgesehen wird, die sich gern mit Kreativität identifizieren [1] , aber auch kaum KT dazu anbieten.

Damit bestände die praktische Antwort also: sie brauchen vorerst keine KT, außer vielleicht bei o. g. Mustern!

Bevor das hinterfragt wird, erst zu dem vertröstenden „Später“, also i. d. R. zur Weiterbil­dung. Da gibt es tatsächlich sehr viel Angebote zu dem Problemkreis KT bzw. Kreativität.

Diese lassen sich grob einteilen

a) in relativ gründliche Seminare, Workshops u. ä. von 1 ... 2 bis 5 Tagewerke mit ca. 200 bis 2500 € Gebühren pro Teilnehmer  – z. T. sogar mit echten Übungen in relativ kleinen Gruppen. Für einen Jugendlichen ist das praktisch außerhalb der Realität. Selten werden diese Möglichkeiten innerhalb von Unternehmen angeboten und noch seltener (aus vielen Gründen) dort realisiert und nicht für Jugendliche.

b) Eine andere Gruppe sind die Angebote (meist als Literatur), die in wenigen Stunden gar in 30 Minuten zur Kreativität wichtiges zu vermitteln versprechen. Sie greifen dann meist eine oder einige Ideengewinnungsmethode(n) auf, die oft nur der Anregung der Fantasie dienen. So etwas geht in dieser Zeiteinheit, ist nicht unbedingt falsch, geht aber an der tatsächlichen Problematik der Kreativitätsentwicklung sehr weit vorbei. Es ist als bringe man einem in der Wüste Verirrten bei, schneller in irgend eine Richtung zu laufen, statt erst zu bestimmen, wo die rettende Oase liegen könnte, um dann schnell dort hin zugelangen.

Die Grundvorausset­zung für jede sinnvolle kreative Leistung ist, das richtige Ziel zu bestimmen und das möglichst richtig zu tun. Dieses Analysieren ist zwar nötig und mehr die Mühe der Ebene – eben nicht so attraktiv, wie Fantasie fließen zu lassen –, gibt aber diesem Ideenfluss erst den Sinn.

Denn wenn es um Kreativität geht, geht es eigentlich um Neues, bisher nicht Dagewe-senes und dann ist eigentlich verständlich, dass dieses Neue eigentlich unbekannt ist und damit eigentlich schwer zu bestimmen ist. Das ist das Dilemma jeder „echt kreativen Aufgabenstellung“.

Es könnten und müssen Analyse-Methoden helfen. Diese sind in dieser unverbindlichen Form der „30 Minuten / wenige Stunden-Variante“ kaum zu vermitteln.

Analysen leben von den konkreten Gegebenheiten, Widersprüchen und Restriktionen. Da­mit lösen solche Angebote, die z. B. nicht die Analysemethoden einbeziehen, auch nicht das auf „später“ vertröstete Defizit der Ausbildung.

Fazit des Prüfen der Relevanz des „Später“:

die angebotene Weiterbildung dieser Formen a) und b) lösen die Probleme der Vermittlung von KT an Jugendliche nicht hinreichend. Damit ist die vorläufige Antwort, sie bräuchten keine KT, außer evtl. für die „Muster“, noch dringlicher zu hinterfragen!

 

2. Brauchen Jugendliche wirklich keine KT?

Aktuell bedeutungsvoll sind für dieses Hinterfragen immer mehr Ergebnisse der Forschung {z.B. Entwicklungsneurologen, sagen schon für Kinder aus „..dass das Gehirn so wird, wie man es benutzt...“ [H1] oder [S1, S. 117] „... dass die Lerngeschwindigkeit ... im Laufe des Lebens abnimmt. Besonders wichtig ist hierbei, dass diese Abnahme nicht erst die 70-jährigen, sondern die 17-Jährigen betrifft ...“}, der Experimente mit besonderen Schulformen u. a. m., die nahele­gen, Jugendliche und auch Kinder bewusst an die Kreativität heranzuführen, nicht nur in musischen Disziplinen. Wenn erstes Zitat zutrifft, ist das dringlich erforderlich!

Und nicht nur für Frühreife oder kleine „Genies“, sondern im Interesse der Zukunfts-fähigkeit des Landes breit für alle Ausbildungswilligen.

Dabei können KT grundsätzlich ganz entscheidend eine geeignete Ausgangsbasis sein.

Also wäre o. g. Antwort zu korrigieren: Jugendliche und auch Kinder müssten bewusst an Kreativi­tätsentwicklung frühzeitig herangeführt werden. Geeignet dazu sind offensichtlich KT – sie sind die z. Z. dominierende, lehrbare Art der Ausbildung zur Lösung kreativer Problemstellungen.

 

Diese Forderung findet wahrscheinlich viele Unterstützer, so z. B. die renommierte DABEI („..dass es eine Reihe von Missständen und Fehlentwicklungen auf der Bildungs-, Erfindungs- und Innovationsebene ... zu überwinden gibt ... und daraus resultierenden langfristigen Schädigungen des Gemeinwesen ...“ [D1, S. 1]) .

Eine praktische Umsetzung müsste aber mit einem Aber beginnen. Denn die Lehrenden dafür sind kaum vorhanden bzw. selbst kaum ausgebildet. Auch für sie gilt, der hohe Aufwand ihrer Qualifizierung gerade für die erfolgreichsten KT ist kaum finanzierbar, wenn schon vom Zeitaufwand dafür abgesehen wird. Ebenso ist die vorhandene Kapazität zur Ausbildung der Lehrenden real dank ‚fehlender Nachfrage’ zu gering vorhanden, so das nur eine „Elite“ ausgebildet werden könnte, wenn von einer nicht so wirksamen Selbst­qualifikation (für das Niveau der Gruppe a) durch die vielfältige Literatur abgesehen wird. Somit wäre der Kreis geschlossen und der vorhandene Zustand wäre zementiert!

 Sieht man sich die gesellschaftlich Praxis zu dieser Situation an, wird bestätigt, was landauf landab mehr oder weniger klar bemängelt wird, aber die DABEI deutlich benennt „... seitens der Meinungsbildner aus Wirtschaft und Politik ist ... wenig Interesse an der Aufklärung ... dieses Zusammenhang vorhanden [D1, S. 1]. Wenn Jugendliche einerseits in der Ausbildung prak­tisch kaum KT brauchen und andererseits für eine breite Qualifizierung sowieso keine ausreichenden Voraussetzungen seitens der Ausbilder-kapazität vorhanden sind, passt sich da das Streichen der SIGNO-Förderung von Jugenderfinderclubs ab 2012 nur dem generellen Zustand der bemängelten gesellschaftlicher Praxis an?

 Leider ja, mindesten bestätigt es das Zitat aus D1! Aber es ist strenger zu beurteilen. Aus gegebenen Anlass hatte der Autor mit den ca. 100 SIGNO-Jugendclubs Deutschland Kontakt auf genommen und mit den ca. 15 seines näheren Einzugsbereiches sich versucht zu vereinbaren. Kurz: ohne die ab 2012 gestrichene ca. 1500 €/a (eigentlich lächerliche) Förderung sind diese Clubs in 2012 alle tot, d. h. sie arbeiteten nicht mehr. Ohne die 1500 € Grundfinanzierung fehlt einfach eine Basis für die ehrenamtliche Tätigkeiten. Dabei waren diese Jugendclubs, die aus Begeisterung für diese Arbeit mit Jugendlichen von dafür i d. R. gut geeigneten und qualifizierten, erfahrenen Betreuern „betrieben“ wurden, besonders wertvoll. Nicht nur weil sie auch Muster für das gezielte Befassen mit Kreativität für Jugendliche im vorn benannten Sinne sind, sondern auch, weil sie oft nicht an „obliga­torische Einrichtung“ gebunden waren. Damit hatten sie zusätzlich die Chance die freien Interessenten aufzusammeln und zu qualifizieren. Sie hätten auch weiter als Muster für eine breite Qualifizierung dienen und Anlaufstützpunkte sein können z. B. für Selbstqualifizierte. Das ist nun vorbei, die „lächerlichen“ 150000 €/a für die 100 Clubs in Deutschland helfen jetzt, die Banken zu sanieren. Ist ja auch nicht schlecht oder? 

 

3. Problemlösung im bestehenden Ausbildungssystem und Stufung der Anforderungen

 Wir haben es wahrlich deutlich genug erlebt, wenn wir aus der eigenen jungen Generation solche entwickeln wollen, die später einmal Spitzenleistungen erbringen können, geht das nur, wenn frühzeitig aus einer breiten Qualifizie rung die Talente heranwachsen können. Das ist im Sport so, in den musischen Disziplinen und wird auch auf wissenschaftlich-technischem Gebiet nicht anders sein, evtl. nur etwas schwieriger.

Außerhalb des beste­henden Ausbildungsystem kann sich der Autor in nötiger Breite weder kurz- noch mittelfristig eine Problemlösung vorstellen, sondern nur eine, die  das vorhandene Ausbildungssystem leistet. Dabei sollten wir noch froh sein, wenn sich unsere junge Generation überhaupt solchen Ansprüchen stellt [W1]. Daraus folgernd ist mittelfristig eine Problemlösung im bestehenden System zu fordern.

Das ist aus Sicht des Autors nur dann umsetzbar, wenn es gelingt, den Auf-wand für die Qualifizierung der Vermittler, die Vermittlung selbst und für das Aneignen von KT deutlich zu senken, so wirklich eine nötige Breite zu errei-chen. Geringer Lernaufwand käme auch der Mentalität der „Generation Y“ entgegen. Natürlich wäre es eine 'Light-Lösung', ein Startwissen oder –gefühl, wie z. B. für Nichtprofis im Fach Musik oder Geografie ist.

Wenn man sich aber die Kreativitätsliteratur zu Problemlösungsprozessen – also nicht die vor allem auf ‚Anregung der Fantasie’ orientierten Varianten  – ansieht, dann dominieren anspruchsvolle Programme und ähnliche Ansätze. Ohne hohen Aufwand zu leisten, wird fast nichts auf diesem ja tatsächlich anspruchsvollen Gebiet angeboten.

 

Der Autor hatte bei dem Versuch, KT für Junge zu formulieren [S2] lange selbst nur anspruchsvolle Lösungen als machbar angesehen, dann aber bereits dort eine Stufung der KT nach ihrem Lehr-, Lern- und Anwendungsaufwand und der Trächtigkeit ihrer jeweiligen Ergebnisebene vorgenommen [S2, S. 7f.].

Danach sind nicht die komplizierten und anspruchsvollen KT für Junge günstig, sondern die für sehr viele Situationen meist ausreichenden deutlich einfacheren mit geringem Einarbeitungsaufwand. Selbst für die (einsamen) Pionier- und Spitzenleistungen oder Generationserfindungen außerge­wöhnlichen Anspruchs, die sehr selten sind, gibt es keine hinreichende Korrelation dafür, dass sie besonders ausgefallene Kreativitäts-techniken benötigen [S2, s. S. 203]. Die „normal anspruchsvollen“ Lösungen, als „Standardanwendungen“ benannt, bestimmen insgesamt das kreative Niveau wirkungsvoll.

 

Folglich sollte für Junge versucht werden, solche Unterstützung anzubieten, die relativ geringe Voraussetzungen erfordert und z.B. ohne gesonderte Trainingsstrecken dafür auskommt. Eine gewisse Lösung dieser geforderten Problemlösung könnte also bei den oder der ‚einfachen/sten’ Stufen (z. B. Stufe 1) liegen, die folgend kurz benannt werden.

 

Einer Stufe 1 können solche KT zugeordnet werden, wie sie beispielsweise die dort so genannten

Kreas“ des „Bonsai“-System der Kreativitätstechniken 

sind [S2, S. 31f.]. Danach ist ein Krea ist ein ‚Denkwerkzeug’, das durch eine Ikone (Piktogramm) und mit einem Kurzsatz als Handlungsanleitung benannt zum Anwenden aufgerufen wird. So kann das Krea als „Element von Strategien“ und/oder als „Handlungsanleitung im Konkreten“ dienen. Kreas sollen kurz, einfach und universell anwendbar sein, so ähnlich wie das mit ‚Sprichwörtern’ ist, die man eigentlich überall gebrauchen kann. So einfach aus dem Kopf heraus, beim Lösen gedanklicher Problemstellungen, aber auch im normalen Leben.

Im Unterschied zu solchen Sprichwörtern gilt als Spezifik der ‚Kreas’, dass sie besonders statt allgemeiner, oft zutreffender Lebensweisheiten bei ihrer Nutzung speziell das Kreative fördern.

 

Sie können als „elementare“ KT angesehen werden. Für eine praktische Relevanz sollten sie eine gewisse Strukturierung gemäß den Erfordernissen des Problemlösungsprozesse aufweisen, was auch für die KT der Stufe 2 zutrifft. Damit steigt die Wertigkeit über die Einzel­anwendung hin zu einer in Richtung einer Systemlösung. Es sind auch andere Lösungen für eine Stufe 1 denkbar.

Gängig zu Kreativitätstechniken sind die als Stufe 2 bezeichneten allgemein bekannten „Standard-Anwendungen der KT“ wie verschiedene Analysemethoden, Brainstorming /Ideenkonferenzen, Mind Mapping, Analogie-, Befragungs-, und Kombinationsmethoden, Synektik, Feldforschung u. a. m. sowie die der Stufe 3 – als „Komplexe Ansätze für den Problemlösungsprozess“ eingestuft: wie ARIZ, WOIS; TRIZ, Systematische Heuristik, Kreativ-Morphologie oder konstruktions-wissenschaftlichen Methodiken. Deren Anwendung kommt i. d. R. nicht ohne Training, Seminare oder relativ umfangreiche Anleitungshand­lungen wie Lehre, Vorlesungen usw. aus.  Beide (Stufe 2 und 3) sind für die Light-Lösung zu umfangreich.

4. Vorschlag zur (mittelfristigen) Problemlösung einer Light-Einführung von KT

Wenn man sich als Einstieg einer breit anwendbaren Förderung der Anwendung von KT zu wenden will, ist mit dem als Beispiel für diese Stufe 1 das vorliegenden Bonsai-System mit ca. 35 Kreas eine erste Variante gefunden (s. Bild 1). Eingeteilt in vier entscheidende Gruppen:

1. Ziel focusieren / Qualität der Aufgabenstellung

2. Gesichtsfeld erweitern [Möglichkeiten aufzeigen/Barriere Abbau];

3. Spezifische Kreativität erhöhen und

4. „Weg“-Optimierung einer Kreativität fördernden Arbeitsweise)

deckt sie wichtige Teile der Kreativitätsförderung für den Problemlösungsprozess ab.

 

Vgl.Bild 1:Kreas - Bonsai-System der Kreativitätstechniken* (nach Stanke: "Handlungsorientierte Kreativitätsetechniken) s. bei Angebote/ Kreas.

  

Entscheidend für die gesuchte Problemlösung für Jugendliche ist: Dieses Bonsai-System kann einschließlich einer motivierenden Einführung in 1,5 h auch für Jugendliche nachvollziehbar vorgestellt werden. Im Buch [2] sind nur 26 Seiten zur ausführ­lichen Darstellung aller 35 Kreas nötig {samt Ikone, Handlungs­aussage, „Inhalts“-Erläuterung, Beispielen, Kommentar und Nutzungshinweisen}, die für eine eigenständige Anwendung ausreichen können. Nachlesen ist ohne weitere Anleitung gut möglich oder eine weitere Stunde stellt diese Kreas einzeln vor. Bild 1 zeigt die Struktur und die Übersicht zu dieser Variante der Stufe 1.

Der Erinnerungswert der einzelnen Krea’s ist hoch, so dass es bald gelingen kann, sie aus dem Kopf zur Anwendung aufzurufen. Das dargestellte Bild wird wirksam dabei unterstützen. Auch für den Lehrenden/Betreuer ist der vorgenannte Aufwand kaum wesentlich höher. Mit der Anwendung bei den unterschiedlichsten Situationen kann so dem Jugendlichen von dem Betreuer bei geeigneten Arbeiten der praktische Einstieg in die KT erlebbar gemacht werden.

Mit diesen Bedingungen einer deutlichen Aufwandsenkung wäre es vorstellbar, es mittelfristig in den vorhandenen Bildungssystemen breiter zur Anwendung zu bringen und auch geeignete Ausbildung der Lehrenden zu realisieren.

Vorteilhafterweise kann darauf aufbauend für „höhere“ Ansprüche besser vorbereitet der Übergang auf die anderen Stufen (2 und 3) und einfacher gelingen.

5. Schlussfolgerung

Mit einer

•    einfachen, relativ lockeren System-Variante von elementaren KT,

•    die aber durchaus effizient und erweiterbar ist,

•    sich am allgemeinen Problemlösungsprozess z.B. mit der Analysephase orientiert,

•    genügend konkrete Anregungselemente bietet,

•    sich über eine allgemeine Fantasie-Anregung hinaus für den

ernsten naturwissenschaftlich-technischen Hintergrund und die industrielle Praxis eignet, und

•  dabei eine drastischen Senkung des Lehr-, Lern- und Vermittlungsaufwandes ermöglicht,

könnte künftig eine Problemlösung für das bestehende Ausbildungssystem in Deutschland zur Vermittlung von KT für Jugendliche gefunden werden.

Die praktische Umsetzung und Anwendung ist seitens der nötigen Voraussetzungen eigentlich dann nur noch an den Willen der Beteiligten gebunden.

Mit der Anwendung werden Adaption und Weiterentwicklung schrittweise erfolgen zu einer optimierten Lösung.

 

Was bedeutet es, so eine Lösung zunutzen? Nun, das allgemeine Niveau bezüglich kreativer Arbeitsweise wird deutlich angehoben. Sie kann dank ihrer elementaren Einfachheit bei jeder Aufgabenstellung mit Nutzen angewendet und unterlegt werden, nicht nur bei erfindungsmethodischen Problemstellungen wie es jetzt mit den anspruchsvollen KT i. d. R. ist.

Auch z. B. in den Wirtschaftswissenschaften oder in Handwerksbereichen erscheint sie anwendbar. Das sind ein ökonomisch bedeutender Vorteil für die jeweilige Branche und insgesamt ein deutlicher Fortschritt in der Anwenderbreite, der mit dem dadurch insgesamt steigenden Niveau der Kreativitätsnutung auch für die „gehobenen“ KT den Boden aufbereitet.

 

Denn „Innovationen“ auf der Basis von „Neuen“ sind nicht nur für technische Erfindungen gefragt, sondern in den intelligenzintensiven Bereichen grundsätzlich. Dabei werden auch die KT der Stufe 1, z.B. in der Form der Kreas und des Bonsai-Systems helfen können. 

Mit einer deutlich breiteren Anwendung von KT wird für die bisher wenig mit erfindungs-metho­dischen bzw. komplexen Lösungen für den Problemlösungsprozess durchdrungen Diszipli­nen eine stärkere Forderung nach disziplinspezifischen Angeboten für eine ähnliche Durch­dringung mit KT einhergehen, für ein Niveau, wie es in der Konstruktionswissenschaft schon breit erfolgt und gängig in der Anwendung ist.

Das macht die „Komplexe Ansätze für den Problemlösungsprozess“ der Stufe 3 nicht überflüssig, sondern sie werden dann etwas vorbereiterer genutzt und etwas flexibler angewendet werden als langfristige Auswirkung.

6. Literatur und Quellen: 

D1

Deutsche Aktionsgemeinschaft Bildung – Erfindung – Innovation): Jahresbrief 2012 Köln: DABEI e.V. 2012

H1

Hüther, G. Hauser, U.: „Jedes Kind ist hochbegabt“ München: Hauser 2012

S1

Spitzer, M.: Medizin für die Bildung. Ein Weg aus der Krise. Heidelberg: Spectrum Akademieverlag 2010

S2

Stanke, K.: “Handlungsorientierte Kreativitätstechniken. Für Junge, Einsteiger & Profis mit Bonsai-System der Kreativitätstechniken”, Berlin: Trafo-Verlag2011, zahlr. Abb. und Tabellen, 268 S., ISBN 978-3-86464-001-8

W1

Weiguny, B.: Work-Live-Balance. Generation Weichei? Frankfurt: FAZ 2012

  


 

Die Hauptaussage der Antworten: Ein löblicher Ansatz, aber das aktuelle Ausbildungssystem in Deutschland ist dafür nicht geeignet!

--> siehe News/Anwenderberichte B2

 

 


 

Dr. Klaus Stanke | Kreastanke@gmx.de